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  • Autorenbildsoulspirit

Die Angst killt die Liebe

Im Laufe unseres Lebens werden wir mit allen möglichen Facetten der Angst konfrontiert. Angst vor Entscheidung, Angst vor Veränderung, Angst vor Nähe, Angst vor Bindung, Angst vor Verlust, Angst vor Trennung, Angst vor der Liebe und Angst vor der Angst. All diese Ängste sind nicht exklusiv dem Dualseelenprozess vorbehalten und doch sind sie vielen daraus bestens bekannt.


Ich habe eine Erfahrung mit einem Mann gemacht, zu dem eine ähnlich krasse Anziehung und Vertrautheit herrschte, wie damals zur Dualseele. Fast schon unheimlich. Wir haben öfters Zeit zusammen verbracht. Geredet, gelacht, Sachen gemacht. Irgendwann später wurde die Freundschaftskeule ausgepackt, die wir alle schon aus den Dualseelenprozessen kennen und von der wir wissen: Kannst du dir behalten. Funktioniert nicht. Heute reagiere ich schneller auf Angebote oder Feststellungen wie: „Lass uns eine Freundschaft aufbauen“ und „Ich weiß jetzt, warum ich Angst vor dir hatte“. Ernsthaft? Was ist mit (einer Vielzahl) der Männer los? Warum haben so viele eine so große Angst vor Frauen?


Es ist nicht die Angst vor Frauen per se. Es ist einerseits die Angst vor den Gefühlen, die sie in ihnen auslöst und andererseits die Angst vor Veränderung, die noch nicht einmal unmittelbar eine Entscheidung erfordert, jedoch ein ernsthaftes Auseinandersetzen mit der eigenen inneren Wahrheit.


Warum erzähl ich das?


Weil ich der Meinung bin, dass, wenn wir nicht aufhören uns zu fürchten oder vor Entscheidungen davonzulaufen, es um die Liebe traurig bestellt ist. Ich erlebe es in meiner täglichen Arbeit und in unzähligen Gesprächen, dass viele Menschen sich mit ihrem Leben und den Umständen abgefunden haben. Lieber sicher als glücklich und meistens ist es „eh ok“. Hab ich letztens zu meiner Freundin gesagt: Wenn das die Lösung ist, dann möchte ich das Problem zurück.


Die Männer können vielfach gar nicht ausm Arsch und in ihre Männlichkeit kommen, wenn es ihnen ständig leicht gemacht wird oder wir Ihnen das Bemühen und die Eroberung abnehmen und in die Aktivität gehen oder einfachste Muster und Kommunikation durch Statusmeldungen bedienen. Alles, das du aktiv tun kannst, ist, dir die Passivität deines Gegenübers am Arsch vorbeigehen zu lassen, damit sich die Dynamik überhaupt verändern kann.


Wir leben in einer Welt voller Ängste. In Ländern, in denen Krieg herrscht oder in Staaten, in denen alte weiße Männer als Staatsmänner fungieren, kannst du davon ausgehen, dass das sehr wahrscheinlich keine glücklichen Menschen sind, ansonsten fallen dir solche Dinge und Machtgebärden nicht ein. Die äußere Welt ist immer ein Spiegel der inneren Welt.


Es muss auch erst gar nicht so weit in die Welt hinausgehen, denn jeder hat in seinem privaten oder beruflichen Umfeld Menschen, die nicht bereit sind, für ihr Glück loszugehen. Die die Veränderung fürchten. Die Angst haben. Um Haus, Auto oder Kinder. Vielleicht sogar du selbst.


Ich hatte das auch. Begonnen bei der Angst vor Veränderung und der damaligen Angst davor, meinem Mann von dieser Verbindung und all dem, das dieser Prozess mit sich bringt, zu erzählen, Angst vor Drama, Angst vor Chaos, Angst vor Trennung, Angst vor Verlust. Geholfen hat mir die Kapitulation vor dem Widerstand und dem unbändigen Vertrauen in das Leben und die Liebe. Das Wissen, dass du dein altes Leben nicht aufrechterhalten kannst, wenn du deiner Dualseelen begegnet bist. Dass du um keine Veränderung herumkommst, die das Leben dir aufzeigt und dass du dabei unglaublich beschützt bist. Es wird dann leicht, wenn du den Widerstand aufgibst. Nicht, dass es dann nicht mehr weh tut, sich mit der Veränderung zu konfrontieren und sich darauf einzulassen, sondern dass es dann leicht wird, wenn du auch durch diesen Schmerz gegangen bist.


All diese Ängste sind nicht exklusiv dem Dualseelenprozess vorbehalten. Auch in allen anderen menschlichen Beziehungen und Verbindungen sind wir tagtäglich mit Herausforderungen und Entscheidungen konfrontiert. Das Ding ist: das Thema oder die Angst löst sich nicht in Luft auf. Es kommt auch niemand vorbei, ders dir abnimmt oder dich rettet. Ich versprechs. Ich habs versucht.


Du bist unendlich wertvoll und verdienst so viel mehr als geghostet oder blockiert zu werden. Kein komm her, geh weg und keine halben Sachen mehr. Keine Affären, keine Kompromisse, halbherzige Zugeständnisse und kein Herumeiern mehr. Ein bisschen mehr Mut und Liebe und weniger Angst. Das täte jedem einzelnen und damit auch dem großen Ganzen gut. Ich leiste dazu meinen Beitrag und stelle mich in den nächsten Tagen meiner nächsten großen Angst, der Flugangst und setz mich ins Flugzeug in Richtung USA.


Wiederschaun & bis bald ♥️


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